Da ist es nun, dieses Weihnachten im Jahr 2020. Mich hat ein Gruß zu Weihnachten erreicht, der etliche Beschreibungen rund um das große Familienfest benennt. Da ist die Rede von froh, ruhig und friedlich, es geht weiter mit idyllisch, entspannt, harmonisch und märchenhaft. Insbesondere die letzte Bezeichnung – märchenhafte Weihnachten – trifft aus meiner Sicht auf eine ganz besondere Art und Weise zu. Denn hätte mir jemand an Weihnachten 2019 gesagt, dass der Großteil von uns weitestgehend zurückgezogen, manchmal wahrscheinlich auch alleine das Fest der Liebe 2020 begehen wird, ich hätte in der Tat an ein Märchen geglaubt. Und exakt ein solches Märchen haben wir nun, schaurige Weihnachten Land auf und Land ab und auch über Grenzen hinweg.

Es ist wahrlich ruhig und friedlich, weil auf den Straßen erheblich weniger Bewegung herrscht als es stets an Weihnachten der Fall gewesen ist. Idyllisch muten vielleicht gerade noch die Weihnachtsbeleuchtungen in den Fenstern und/oder Vorgärten an sofern es sie noch gibt weil auch hier ein stetiger Rückgang festgestellt werden kann. Jedenfalls ist das hier so. Und entspannt – ja auch das ist es im Bezug auf gegenseitige Familien- und Freundesbesuche, Oma, Opa, Enkel, Neffen usw. usf. Auf alle Fälle eine Art von Friedlichkeit, Ruhe und Idylle auf viele von uns ganz bestimmt gerne verzichtet hätten.

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Ob man hier nun insgesamt betrachtet tatsächlich von fröhlichen Weihnachten sprechen kann? Wir müssen das beste daraus machen, mehr bleibt nicht übrig.

Weihnachten
Weihnachten 2020 – weit ab von einer „Normalität“

Weihnachten 2020 – irgendwie anders, irgendwie wiederum nicht

Dass es keine weiße Weihnachten sind, daran hat man sich in vielen Regionen des Landes schon gewöhnt, damit lässt sich auch wie ich finde recht gut leben. Und insgesamt ist Weihnachten 2020 für mich identisch mit 2019,2018 sowie 2017 – drei Tage wie jeder andere Tag im Jahr – nicht mehr und nicht weniger. Ob andere das verstehen können oder auch nicht spielt für mich keine Rolle. Denn wirklich verstehen kann es nur jener, der in einer vergleichsweisen Situation gewesen ist bzw. eben immer noch in dieser befindet. An diesen Tag erscheint es gerade richtig, dass keiner etwas von einem will. Für meinen Teil ist es so, dass ich diese jährliche Talsohle lieber alleine durchschreite.

So trifft für mich der Begriff besinnliche Weihnachten auch in diesem Jahr am besten zu, ob nun mit oder ohne den vielen Coronamaßnahmen. Man besinnt sich auf so vieles und wahrlich nicht nur auf schöne Dinge. Harmonische Weihnachten sind lange vorbei, inzwischen sind sie nicht mehr als ein großes Stück Fels, welches an diesen Tag immer und immer wieder auf einen niederstürzt.

Nichts desto trotz allen hier vorbeistreifenden Besuchern ein wie man landläufig eben so schön sagt, frohe Weihnachten.

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