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Beginnt wirklich alles mit einem Windows 7 PC?

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Die Fragestellung ist einerseits eher subjektiv zu betrachten… Werbung eben.  Andererseits macht Werbung natürlich auch wieder neugierig – aus Sicht der jeweiligen Unternehmen bereits die halbe Miete.  Bei der Wahl des Betriebssystems ist es bei mir ähnlich wie bei der Wahl des WordPress-Templates, ständig das gleiche zu haben wird auf Dauer langweilig. Hin und wieder muss wieder „frischer Wind“ rein.

Diejenigen unter Euch die schon länger hier mitlesen wissen, dass ich vor längerer Zeit von Windows zu Linux gewechselt bin. Nach fast 3 Jahren Linux, welches sich meiner Meinung nach auch nicht nur zufriedenstellend weiterentwickelt  und teils eigenwillige Wege geht ist meine Anfangseuphorie ehrlich gesagt langsam aber sicher verflogen.

Distributionen  habe ich von den in Frage kommenden mehrere ausprobiert. OpenSuse war mein Einstieg in die Linuxwelt, Debian, Ubuntu, Kubuntu und Linux Mint begleiteten mich weiter auf meiner Linuxtour. Unter dem Strich war Ubuntu (ob nun mit oder ohne Unity) mein Favorit gewesen. Und trotzdem… hätte mich Ubuntu komplett und vor allem dauerhaft überzeugen können stünde dieser Artikel heute nicht hier.

 

Der Spagat zwischen kompatibler Hardware auf der einen Seite und softwarebedingte Abstriche auf der anderen Seite wurde mir im Laufe der Zeit etwas zu groß. Für Linux gibt es zwar zu 98% immer eine Lösungsmöglichkeit, die wiederum ist manchmal auch recht aufwendig wenns mal schneller gehen muss.

Sei es mal ein Drucker der einen ins Schwitzen bringt oder dann wieder eine Software die man „nicht einfach mal so“ installieren kann, basteln ist ja in Ordnung – wenn es nicht zu sehr ausufert! Gerade wenn es darum geht 32-bit Software auf einem 64-bit System zu installieren bin ich öfter mal als Grenzen gestoßen wo die Bastelei gleich mehrere Stunden beansprucht hat.

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In diversen Foren nachfragen ist zwar immer möglich, aber auch auf dumme und teils arrogante Sprüche hat man nicht immer Lust. Und eben, was auf dem einen PC läuft macht beim anderen wegen minimalster und m.E.  unbedeutender Konfigurationsunterschiede wieder Zicken.  Das „geht, geht nicht, geht, geht nicht“ konnte mich manchmal schon sehr nerven.

Linux ist definitiv ein leistungsstarkes Betriebssystem. Das stelle ich nicht in Abrede und das unterschreibe ich auch sofort ohne weiteres. Trotzdem muss man den immer wieder auftretenden Bastelzwang mögen – ist auf Dauer leider nichts für mich.

Nach dem längst eingemotteten Windows XP und der MS Pannenversion Vista  ist Windows 7 nicht wirklich mit dem zu vergleichen, was mich einst zum Wechsel des Betriebssystems bewegt hat. Das 7er Windows ist verglichen mit den Vorgängerversionen schon viel eher eine Augenweide und vor allem handsamer.

Einen Vergleich zwischen Äpfel und Birnen Windows und Linux sollte man sowieso nicht anstellen.

Um jetzt aber nochmals auf den TV-Werbespruch zurückzukommen, „alles beginnt mit einem Windows 7 PC„… alles vielleicht nicht, das Jahr 2012 bei mir allerdings schon :wink: .

14 Gedanken zu „Beginnt wirklich alles mit einem Windows 7 PC?“

  1. mit windows 7 bin ich sehr zufrieden, obwohl ich mich auch schon auf windows 8 freue. die siebener-version läuft stabil und wird auch nicht langsamer, obwohl ich sie schon seit erscheinen von „7“ auf den rechnern habe. die vorgängerversionen waren da ja anfälliger…

    mit linux kann ich mich immer noch nicht anfreunden, auch wegen den von dir beschriebenen „kleinen macken“. und dann immer die umgewöhnung vom heimrechner zum bürorechner… :roll: ne, windows bleibt mein bevorzugtes betriebssystem, bald eben nur als 8er version…

    1. @Hans: Das mit dem „stabil“ ist schon eine feine Sache. Bei XP war das ganz und gar nicht so, deswegen u.a. auch der Wechsel meinerseits. Windows 8? Mal sehen…

      @ollerOsel: Naja, unreal ist Linux nicht, aber eben anders.

      @Hirnfurz: „Back to the Roots“ kann man da nur sagen. Die Erfahrung war es allerdings wert. Mit dem Portiönchen Ironie kann ich schon leben… das passt schon :wink: .

      @Sven: Es ist eben eine Geschmackssache das mit dem Basteln. Linux wird bei mir nicht ganz verbannt, mein eeePC und das Smartphone arbeiten weiterhin damit und das zur Zufriedenheit. Doch bei der „Hauptmaschine“ hat es leider keine Zukunft.

      @DanielB: Nun, die Weiterentwicklung gehört natürlich mit dazu. Wenn MS gelernt hat und Fehler wie Vista künftig vermeidet soll das auch kein Problem sein. Gleich zu WIN 8 zu wechseln tu ich sowieso nicht. Was die auf Windows ausgelegte Software und Linux betrifft muss ich sagen, es gibt zwar viele Alternativen für Linux, doch mit Abstrichen muss man eben immer irgendwie leben. Und Wine ist nicht wirklich effektiv genug, so meine Erfahrung.

  2. Der Artikel könnte für mich genau so zu treffen. :nenene:

    Ich hatte auch mit Windows angefangen, hab dieses auch „fast“ 10 Jahre lang genutzt und bin dann ab Windows XP zu Linux gewechselt. Und hier könnte ganz genau dein geschriebener Text über Linux stehen, da mein Werdegang damit und meine Erfahrungen völlig gleich sind – wobei ich Linux auch „fast“ 10 Jahre ertragen habe. :roll:

    Seit 2008/2009 bin ich dann allerdings im gegensatz zu dir nicht wieder zurück zu Linux, sondern zu Apple und damit bin ich mehr & sehr glücklich, wobei es mich ein wenig ärgert – nicht schon früher diesen Weg eingeschlagen zu haben.

    Ich wünsche dir nun viel Erfolg mit Windows und das soll keine Ironie sein – oder zumindest nur ein klein wenig :zunge: :jubel: :hammer:

  3. Ich bin seit vielen vielen Jahren Linux-Anhänger. Ab und an muss ich mal basteln, damit alles läuft. Aber die meiste Zeit läuft alles und deswegen werde ich wohl auch noch lange bei Linux bleiben ;-)

  4. Ich frage mich warum Microsoft dieses Jahr ein neues Betriebssystem vorstellen will. Windows 7 rennt ohne Ende und Firmen werden nach dem missglückten Versuch durch Vista sicherlich nicht so schnell auf Windows 8 wechseln und ich als Privatanwender will mich nicht schon wieder mit einem neuen Betriebssystem ärgern.

    Dein Problem mit Linux kann ich nur bestätigen. Meine Software (Elektrotechnik) ist fast nur auf Windows ausgelegt und ich habe nicht die nötige Zeit, mich stundenlang damit zu ärgern.

  5. Bei mir läuft auch Windows 7 zur Zufriedenheit. Obwohl ich mittlerweile auch zu Mac tendiere. Der Anfang war auch schon gemacht. Doch nachdem wir eine „leichte“ Überspannung kurz vor Weihnachten hatten (darüber habe ich bei mir berichtet), hat sich mein Mac quasi in Rauch aufgelöst.
    Ich hoffe jetzt, dass er sich reparieren lässt.

    1. @Stephan: Ein Mac ist natürlich schon auch interessant, aber neben der Software auch noch neue Hardware anschaffen…. muss ja auch nicht gleich sein. Ich drück mal die Daumen für eine erfolgreiche Reparatur Deines Mac Ribs :lol: .

      @TimoHL: Multikulturell wenn man so will. Gut, manche Einstellungen sind wirklich gut „untergebracht“… ABER sie funktionieren wenigstens. Bei XP ja nicht unbedingt so ein Muss gewesen :wink: .

  6. Ich persönlich nutze auf meinem Hauptrechner MacOSX, auf dem Notebook Windows 7 und auf meinen Servern Linux. Jedes OS hat seine Vor- und Nachteile.

    Ich bin aber mit jedem System für seinen Einsatzzweck sehr zufrieden und arbeite sehr gerne mit Windows 7. Einziger Kritikpunkt: Einstellungen und Konfigurationen sind teilweise sehr umständlich zu erreichen.

  7. Was sind das denn für Nachrichten, Du willst Dich wieder ans „Fenster“ setzen…und so etwas von Dir? :roll: Aber mach ruhig, wenn Du damit die bessere Lösung für Deinen Zweck nutzen kannst, dann ist das doch in Ordnung.
    Ich kann mir im Moment zwar überhaupt nicht vorstellen, dass ich auch diesen Weg gehen würde, aber man soll ja nie nie sagen. Ich bin zwar mit der Entwicklung, gerade bei Ubuntu, nicht glücklich und Unity wird bei mir sicherlich keinen Einzug halten, dann schon lieber Gnome 3.x. Aber ein Wechsel zurück zu Windows kann ich mir nicht vorstellen.

    1. @Chris: Noch vor einem Jahr hätte ich auch gesagt „ne auf keinen Fall“. Manchmal kommt es eben anders als man denkt. Derzeit kann ich absolut nicht klagen, alles rennt perfekt. Eben dieses „nicht glücklich machen“ bei Ubuntu hat mir den Schritt einfacher gemacht.

  8. Ubuntu geht in meinen Augen den (vielleicht) richtigen Weg in meinen Augen zu schnell und für meinen Geschmack auch in die „falsche“ Richtung. Ich würde mir wünschen, dass nicht so viel Dinge versteckt würden. Wenn ich überlege wie viel man noch in den alten Versionen anpassen konnte, so fehlt mir das in den aktuellen Versionen.
    Was ich allerdings von den neuen Windowsversionen gehört habe, so ist dies dort auch nicht viel anders. Wenn man Dinge anders nutzen möchte wie der überwiegende Teil der User, oder wie sich das die Entwickler vorstellen, dann geht das leider nur sehr umständlich und das finde ich schade.
    Die Software passt sich nicht mehr dem User an, sondern der User passt sich der Software an!

    1. Die Software passt sich nicht mehr dem User an, sondern der User passt sich der Software an!

      Mit dieser These hast Du wahrscheinlich nicht mal so unrecht. Aber was bleibt der Mehrzahl an Usern übrig, nicht alle wollen in die Tiefe eines Systems eindringen um es „anzupassen“ oder es noch mehr auszureizen. Ubuntu ist da nicht besser und nicht schlechter als die „großen“ der Branche.

  9. ..das ist ja das Problem. Bleibt eigentlich nur der Griff zu einer der Distributionen, die sich wirklich an die „Experten“ wendet. Das ist mir dann aber eigentlich wieder zu viel Arbeit.
    Im Moment gefällt mir das aktuelle Mint recht gut, sie setzen auf Gnome3, bieten aber ein Tweakingtool mit gewissen Einstellmöglichkeiten. Das gefällt mir auf jedenfalls besser als Ubuntu mit ihrem Unity. Aber ich will schon seit geraumer Zeit mal meinen zweiten Rechner mit Ubuntu und Gnome3 zum Laufen bringen….kann mich aber noch nicht dazu aufraffen. Mal schauen wie das läuft und wie sie sich vertragen.

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