Kindesmisshandlungen – mich wundert nichts mehr

In meinem Beitrag vom 02.05.2007 veröffentlichte ich einen offenen Brief u.a. an die Bundesfamilienministerin wegen einer möglichen Kindesmisshandlung und der "Trödelei" des zuständigen Jugendamts. Nach 8 Wochen habe ich gestern eine Rückantwort vom "Service-Team" des Familienministeriums erhalten, und was für eine! Neben einem enthaltenen Werbeflyer und Zitaten aus verschiedenen Paragraphen wurde mir in langen und ausführlichen Sätzen die Tätigkeit des Ministeriums erklärt. Der abschließende Satz

Welche Maßnahmen in diesem Falle angezeigt sind kann ich von hier nicht beurteilen. Ich empfehle Ihnen, sich an die übergeordnete Landesbehörde (Adresse) zu wenden. Ich hoffe, ich konnte Ihnen dennoch behilflich sein.

stellt einen Schlag ins Gesicht des Bürgers da, wenn man die verstrichene Zeit bis zu dieser haarsträubenden Antwort sieht und bedenkt, dass es immerhin um eine mögliche Kindesmisshandlung ging. Bei allem Respekt für die sicherlich viele Arbeit, die im Ministerium zu erledigen ist, aber bei den nahezu wöchentlich wiederkehrenden TV-Berichten über Misshandlungen und Vernachlässigungen von Kindern, sollte man eine schnellere und vor allem kompetentere Antwort erwarten können.

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Ein Zuständigkeitsgerangel und die berühmte "Buchbinder Wanninger Manier" sind hier alles andere als angebracht! Die Angelegenheit konnte inzwischen seitens des Jugendamtes "geklärt" werden und ist dennoch für mich mit einigen Widersprüchen behaftet.

Thomas Liedl

Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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