Von vielen sicherlich ein Wunschtraum, One-Way-Ticket buchen und sich in einem anderen Land häuslich niederlassen. Schaut man in deutsche Fernsehkanäle, dann wird es einem regelrecht schmackhaft gemacht und vorgelebt. 

Doch Vorsicht, so easy wie das manche angehen ist es leider nicht. Ich muss mich immer wieder wundern, mit welcher Blauäugigkeit einige Auswanderer ihre sieben Sachen packen und abhauen. Handelt es sich um europäische Auswanderziele, kann es mit der Mentalität ja noch über weite Strecken hinkommen. 

Die Haare raufe ich mir spätestens dann, wenn das Ziel z.B. Thailand heißt und dort die in Deutschland gewohnte Präzision und Pünktlichkeit erwartet. Haben diese Leute über ihr Auswanderziel vorher auch etwas gelesen oder entsprang der Auswandergedanke nur aus einem Clubaufenthalt zu Urlaubszwecken? 

Über die Gepflogenheiten, klimatischen Bedingungen und vielem mehr seiner neuen Heimat sollte sich jeder vorher gründlich informieren – dann akzeptieren oder bleiben lassen – aber bitte nicht im TV rumjammern. Wie heißt es so schön, andere Länder, andere Sitten, dies scheinen einige vollkommen unbeachtet zu lassen. 

Hätten wir die Möglichkeit den Schritt zu tu, dann wären unsere Ziele Schweden, Norwegen, Irland oder Kanada.  Zumindest hätten wir die richtige Einstellung, um in den genannten Ländern Fuß zu fassen bzw. uns dort einzugliedern. Auch hier wird leider der Wunsch Vater des Gedanken bleiben – aber träumen darf man ja!

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Leider ist derzeit im Auswanderblog nicht viel los, aber es lassen sich trotzdem interessante Informationen daraus entnehmen. Es gibt noch zahlreiche andere Informationsportale, die sich über Suchmaschinen auftun lassen. Letztlich kann man auch über die einschlägigen Landesseiten gute Info´s sammeln, ein Patentrezept hierfür gibt es sowieso nicht. Bildquelle: Wikipedia

 

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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9 Kommentare
  1. Dandu sagte:

    Auswandern mit Backwayticket, das habe ich schon mehrmals gemacht. EinJahresverträge. Wichtig ist jedenfalls dass man einen regelmässigen Geldfluss hat oder über grössere Beträge verfügt. Meistens eher ersteres. :-) dann ist ein Leben auch möglich.

    Antworten
  2. Aussie sagte:

    Nun,

    ich war auch schon weg von hier und war auf Urlaub hier und dann wegen ner Frau wieder zurück. Jetzt ist unser gemeinsames Ziel USA. Da arbeiten wir gerade dran. USA ist ohne Greencard nicht so einfach und ich arbeite an dem E2 Visum für Geschäftsleute.

    Arbeiten muß man überall irgendwas. Egal ob Deutschland oder sonst wo.

    Ich persönlich und auch meine Frau fühlen uns in den Staaten mehr Zuhause als hier. Deswegen arbeiten wir an der Umsiedlung. :mrgreen:

    Antworten
  3. Thomas sagte:

    @Dandu:
    Zählt man nicht zu den Lottomillionären, dann ist die finazielle Sicherheit gewiss oberstes Gebot. Nicht jede vermeintlich gute Geschäftsidee lässt sich auch fernab der Heimat effektiv verwirklichen. Eisverkäufer in Spanien, Imbissbudenbesitzer in Kapstadt etc… :roll:

    @Aussie:
    Wenn man vorher weiß, dass das Fussfassen klappt oder zumindest sehr gute Chance besitzt, dann ist das schon mehr als die halbe Miete. Für Euer Vorhaben viel Erfolg von dieser Stelle aus :wink:

    Antworten
  4. Aussie sagte:

    Jo,

    danke Dir. Über den Erfolg mache ich mir wenig sorgen. Das haben wir schon seit ein paar Jahren aufgebaut drüben und daher schon gut Fuß gefasst. Ziel ist Texas, weil dort die Lebenshaltungskosten auch recht günstig sind und sich viele Junge Familien ansiedeln. :wink:

    Schauen wir mal. :cool:

    Antworten
  5. Chris sagte:

    Hab in einer Sendung gesehen wie eine Familie mit Kleinkindern ausgewandert ist, mit wirklich kleinen Kindern! Die hatten dafür nichts geplant und sind mit dem gesamten Ersparnis weggeflogen. Da die da nichts hinbekommen haben, mussten die wieder zurück und bei den Großeltern unterkommen. Da kann man sich doch nur an den Kopf fassen.

    Antworten
  6. Tel Aviv Blog sagte:

    Tja, ich bin auch ins kalte Wasser gesprungen. Wenn Du Thailand als Beispiel anführst, dann kann ich nur eins sagen: Sprache kann zu einem Riesenproblem werden, da sind andere kulturelle Unterschiede wie Pünktlichkeit plötzlich gar nicht mehr so wichtig. Eher im Gegenteil: Potenzielle Arbeitgeber sind immer hocherfreud deutschen Akzent zu hören.

    Tue mich nach 1,5 Jahren mit Hebräisch immer noch ziemlich schwer und habe fast nur andere Einwanderer als Freunde. Das ist für mich der eigentliche Knackpunkt.

    Könnt ja mal ein paar Kleinigkeiten auf cremeschnitten.de nachlesen.

    Antworten
  7. Thomas sagte:

    @TelAvivBlog:
    Die Sprache sollte man auf jeden Fall soweit beherrschen, dass man sich in der ersten Zeit „durchkämpfen“ kann. Ohne oder nur mit minimalsten Sprachkenntnissen dürfte es in jedem Land Probleme geben, wenn man nicht nur als Tourist in Erscheinung tritt!

    Hebräisch zählt sicherlich nicht zu den einfachen Sprachen, will oder muss man diese erlernen. Auch Tel Aviv als Auswanderziel scheint mir nicht zwangsläufig zum Standard zu gehören…! Weiterhin viel Erfolg dort :!:

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  8. Georg sagte:

    Ich lebe seit zwei Jahren in Australien (Queensland), da meine Frau von hier ist. Bereut habe ich diesen Schritt nie, im Gegenteil, auch wenn ich in Deutschland einen sehr guten Job dafuer aufgeben musste.
    Hier muss ich im Moment haerter arbeiten als zuvor in D, aber meine Frau, das gute Wetter, die ueberwaeltigende Natur, und die freundlichen Menschen hier, machen das locker wieder wett.

    Zu den Auswanderungs-TV-Sendungen:
    Die zeigen fast nie die Wahrheit. Ich kenne persoehnlich eine deutsche Familie hier, die ihre Auswanderung „filmen“ liessen.
    Ihre Vorbereitungen, das verfuegbare Geld, die Unterbringung der Kinder in Schulen und Kindergaerten, eigentlich fast alles, wurde im Drehbuch vorgeschrieben.
    Dass sich die Familie vorbildlich vorbereitet hatte, wurde nie erwaehnt, im Gegenteil. Die Einschaltquoten sind hoeher wenn der Zuschauer eine Familienkatastrophe zu sehen bekommt.
    Ihnen war es egal, sie bekamen ihr Geld dafuer, und koennen ueber das verfaelschte Fernsehprodukt nur lachen.
    Gruss aus DU, Schorsch

    Antworten
  9. Thomas sagte:

    Willkommen bei Nicht spurlos, Schorsch und Glückwunsch für den gelungenen Schritt nach Down Under. Australien wäre mir persönlich zu warm, nördlichere Gegenden würde ich in jedem Fall vorziehen. Der Werdegang zu solchen Veränderungen ist aber immer der selbe.

    Deine Schilderung über die der Dir bekannten Familie bestätigt mich in meiner Meinung zu diesen TV-Shows noch mehr –> realitätsfremd! Dramatik hebt die Zuschauerzahlen macht es insgesamt aber deswegen nicht glaubwürdiger!

    Dir und Deiner Familie weiterhin gutes Gelingen. Freut mich, mal einen „menschlichen“ Besucher aus Australien gehabt zu haben :wink: .

    Antworten

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