Die Pharmaindustrie wirft mit Drohungen um sich, neue Arzneien den gesetzlich Versicherten insoweit zu verwehren, indem sie sich in einem Preisgefüge bewegen, welches die Kassen nicht bezahlen. Wahr machen wollen die dominierenden Pharmabetriebe die Drohung dann, wenn seitens der Regierung das Verkaufspreisdiktat nicht aufhört.

Die Preise weiter zu senken ist m.E. doch gar nicht notwendig. Sollen sich die zuständigen Gremien der Regierung doch lieber darum kümmern, dass auf dem Markt befindliche Medikamente zu einem einheitlichen Preis verkauft werden. Offensichtlich ist es immer noch so, dass viele Medikamente auf Verkaufsebene enormen Preisschwankungen unterworfen sind, Stichwort Versandapotheken.

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Es kann nicht angehen, dass beispielsweise Medikament XYZ bei Apotheke A um 20 % günstiger verkauft wird, als bei Apotheke B. Es liegt doch auf der Hand, dass Apotheke B hier für das gleiche Produkt erheblich mehr Gewinn erzielt als Apotheke A und somit auch die Kassen mehr belastet. Käme es zu einer gesetzlich vorgeschriebenen Angleichung der Verkaufspreise, könnten hier bereits beachtliche Einsparungen erzielt werden.

Die Preisschraube insgesamt anzuziehen ändert oben stehendes Beispiel nicht. Denn werden Medikamente nur seitens des Herstellers günstiger, bleibt der bestehende Gewinnspalt zwischen den Versandapotheken und den "Monopol-Apotheken" weiterhin bestehen.

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Gleiches Produkt, gleicher Preis lautet der Lösungsansatz. Ist "gute" Medizin künftig nur noch etwas für die oberen Zehntausend der Gesellschaft?

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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