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So funktioniert der Nacktscanner wirklich

Oldman hat sich die Mühe gemacht um uns den geplanten Nacktscanner auf Flughäfen vertrauter zu machen. So einfach funktioniert die Peepshow für Securitybeamte wirklich.

Das Thema Nacktscanner möchte ich aber trotz des kleinen Jokes nicht ins lächerliche ziehen und auf eine aktuelle Diskussion beim Meinungs-Blog verweisen. Nacktscanner sind in meinen Augen nichts anderes als eine weitere Hysterie rund um den Sicherheitswahn. War es zuerst die Telefonüberwachung alleine sind wir inzwischen bereits bei der Verfolgung im Internet angelangt. Dazu Pässe mit biometrischen Daten und wer weiß was im Laufe des eben begonnenen Jahres noch alles   kommt nur um Bevölkerung zu überwachen, Angst zu schüren und von vermeintlicher Sicherheit sprechen zu können.

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Nacktscanner hin oder her, denn eines kann auch diese Apparatur nicht, nämlich ins Menscheninnere zu blicken. Nein, ich meine jetzt nicht die Seele, sonder Organe wie Magen und Darm. Ihr lieben Sicherheitsfanatiker… schon mal etwas von Selbstmordattentätern gehört? Der Sprengstoff muss nicht direkt am Körper getragen werden. Und um des heiligen Krieges Willen hat sich schon so mancher Terrorist selbst in die Luft gejagt. Und was planen wir dann dagegen?

*Zynismus an*
Eine komplette Darmspülung vor dem Check-in und ein 36-stündiges Ess- und Trinkverbot vor Abflug wären eventuell hilfreich.
*Zynismus aus*

Darüber hinaus können entsprechende Chemikalien an Bord gemischt und erst dort zur Bombe werden. 100 ml Flüssigkeit dürfen Behältnisse jeweils beinhalten… hier gäbe es also auch noch Spielraum für Bombenbastler.

Die Sicherheitsexperten wollen Terroristen immer einen Schritt voraus sein. Für einen kleinen Zeitraum sind sie das vielleicht auch mit dem Nacktscanner. Doch die einschlägigen Terrorzellen schlafen auch nicht und ziehen nach. 100%-ige Sicherheit kann und wird es niemals geben, weder zu Lande, zu Wasser oder in der Luft. Wenn die vorhandene Technik in Form von Metalldetektoren, Sprengstoff-Scannern und Durchleuchtung des Handgepäcks effizient eingesetzt werden sollte es zu keinen Zwischenfällen in den Wolken kommen.

Solange organisatorische Pannen bei der Flugsicherheit nicht ausgeräumt sind werden auch die neumodischsten Technologien nicht mehr Kontrolle bieten. Die Diskussionen um Verletzung der Intiumsphäre kann ich ab dem Moment verstehen, wenn die eingesetzte Technik zwar Körper bis unters Hemd „entblöst“ und dennoch keinen Aufschluss gibt, was der Passagier wirklich bei sich trägt.

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Guten Flug Start ins Neue Jahr Euch allen.

Über Thomas Liedl

Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im Netz. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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2 Kommentare

  1. Ich bin ebenso empört über den Einsatz dieser Scanner. Wir werden noch sehen wieviel weiter das noch reicht. Aber davon ab – Ein frohes neues Jahr!

  2. Wer hat als Jugendlicher nie von dem Röntgenblick von Supermann geträumt?! :grin: Jetzt wird er scheinbar für diverse Sicherheitsbeamten Wirklichkeit…
    Ich denke, dass es keine 100%tige Sicherheit geben kann, dafür ist ein Flughafen, der nicht nur aus Pasagieren besteht, einfach zu leicht, auch an anderen Orten, zu betreten…
    Es gibt einfach Grenzen der Intimsphäre, die, meiner Meinung nach überwiegen sollten.

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