Social Networks

Twitter, Google+, Facebook, YouTube, Digg, Yigg,  StumbleUpon, Xing – soziale Netzwerke gibt es im Internet inzwischen mehr denn je und ein wirkliches Ende ist nicht in Sichtweite. Die kostenlose Nutzung dieser Netzwerke sind Anlass für viele sich dort einfach zu registrieren, mitzumachen oder einfach nur mal auszuprobieren.

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Eine klare Benennung, welches soziale Netzwerk „das Wichtigste“ darstellt ist bei dieser Vielfalt fast nicht möglich und von Nutzer zu Nutzer sehr unterschiedlich zu betrachten. Fakt ist, in manchen Profilübersichten – z.B. bei Google+ – fällt die Liste der angelegten Profile in sozialen Netzwerken länger aus als die gesamte Biografie der betreffenden Person.

Nicht jedes Netzwerk macht für jeden Nutzer Sinn. Wer bspw. keine Videos erstellt braucht nicht zwangsläufig ein Profil bei YouTube. Ich selbst habe bei Google+ und Twitter ein Eisen im Feuer und bin der Ansicht, dass dies (für mich) völlig ausreichend ist. Für viele Firmen geht ohne soziale Netzwerke nichts mehr.

Was für Firmen ggf. tatsächlich sein muss ist für den Privatmann doch etwas übertrieben. Aufhaltbar wird die Wirkung von sozialen Netzwerken auf Wirtschaft und Gesellschaft auf längere Sicht angesichts des ständigen Zuwachses jedenfalls nicht sein, da brauchen wir uns nichts vormachen.

Gefahren der sozialen Netzwerke

Nicht ganz außer Acht zu lassen sind jedoch auch die vielfältigen Gefahren die sich in sozialen Netzwerken verstecken. Und hier geht es in erster Linie nicht um den oft diskutierten Datenschutz alleine. Soziale Netzwerke leben zwangsläufig vom Prinzip „Geben und Nehmen“. Dieses Nutzerverhalten kann gerade im Hinblick auf verwendete Bilder ganz schnell in einer Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzungen enden.

Ein Artikel der mir gut gefällt oder interessante Informationen enthält ist ganz schnell mit hunderten anderen Mitgliedern geteilt. Nicht selten enthalten solche Inhalte auch Bilder, Bilder deren Herkunft und Urheber ich in den seltensten Fällen wirklich kennen dürfte. Und schon schnappt die Rechtsfalle zu und man gilt als sog. Mitstörer.  Beim Teilen ist also nicht nur alleine der gemeinschaftliche Sinn im Auge zu behalten.

Wissenswerte Informationen zum Urheberrecht bei Bildern im Umgang mit sozialen Netzwerken  (nicht ausschließlich) gibt es bei der  Recht am Bild GbR. Die deutschen Rechte sind hier sehr umfangreich und stellen für Nichtjuristen ein wahres Paragrafen-Dickicht dar.

Tote Profile in Sozialen Netzwerken

Bei dieser Angebotsflut kann man recht schnell den Überblick verlieren und die Gefahr von letztlich „toten, ungenutzten Diensten“ wirkt nicht nur auf den ersten Blick sehr groß. Alleine nur angemeldet sein kann nicht Sinn und Zweck der Übung sein. Je größer die Zahl der sozialen Netzwerke in denen ich angemeldet bin, je größer auch der Aufwand diese mit Inhalten zu befüllen, auch wenn dies nicht täglich der Fall sein muss.

Social Media – wann ist genug? Ein durchaus berechtigte Frage die sich aber nur jeder für sich selbst beantworten kann. Von der Kommentararmut in Blogs ist in regelmäßigen Abständen zu hören /lesen. Die Kommentarzahlen sind definitiv zurückgegangen im Vergleich zu vor drei und mehr Jahren.

Machen wir uns also nichts vor, wenn ich im Laufe einer Woche in 4 oder 5 sozialen Netzwerken aktiv unterwegs bin, „nebenbei“ noch einen Blog betreibe der auch am Leben erhalten werden will und dann noch durch die Blogosphäre surfe um andere Artikel nicht nur mit einem „das finde ich auch….“ zu kommentieren wird die Zeit knapp. Eine gesunde Mischung sollte es sein, ist es jedoch bei einigen Leuten nicht immer.

Von daher ist weniger eher mehr. Ich muss nicht – nur weil es ein anderer auch tut – bei allen existenten sozialen Netzwerken angemeldet und aktiv sein wenn ich eigentlich Blogger bin. Die Geschmäcker sind natürlich verschieden und jeder muss selbst wissen wo er seine Prioritäten setzt bzw. setzen will.

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Blogs sterben nicht aus nur weil es soziale Netzwerke gibt, sie haben es etwas schwerer weil sich alles verlagert und sich viele Internetnutzer eben mit „140 Zeichen-Kommentaren“ zufrieden geben. Übersichtlicher wegen der fehlenden Flut im Stream eines sozialen Netzwerks halte ich Blogs. Denn auch das Durchkämmen des Streams kostet Zeit, Zeit die ich wie erwähnt nicht mehr habe je mehr Social Media ich betreibe ;-) .

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
2 Kommentare
  1. Skatze sagte:

    Wahre Worte! Schade nur, dass für viele der Weg unabdingbar ist. Es gibt eben genug, die am liebsten auf Social Media verzichten wollen (kann ich absolut nachvollziehen) und verpassen dann wahrscheinlich den Zug, der ihre eigene Seite dann abwertet. Mittlerweile werden die Algorithmen sich stark danach gerichtet haben, wie sehr die Websites in den sozialen Netzwerken vertreten sind. Und das ist schade…

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Die Vertretung in den sozialen Netzwerken hat an Bedeutung zugenommen was die Algorithmen betrifft, stimmt. Aber es sollte doch auch Sinn machen. Es gibt Netzwerke wie z.B. Xing, die für meinen Begriff eher für Firmen oder Selbstständige sind. Privatpersonen findet man dort sicher auch, aber macht es wirklich Sinn? Abgesehen davon ist es mit den Buttons zu den sozialen Netzwerken auch so eine Sache – je mehr desto unübersichtlicher und desto höher ist m.E. die Wahrscheinlichkeit dass Nutzer darüber hinweg lesen. Ob dann ein soziales Netzwerk nützt?

      Es ist ein Tanz auf des Messers Schneide… morgen mehr wie heute.

      Antworten

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