Die schrecklichen Ereignisse gestern in Winnenden sind nun jedem hinlänglich bekannt. Nachrichten und Information sind wichtig und gehören dazu, auch dann wenn es um grausame Wirklichkeiten wie diese geht. Doch die Grenzen des Machbaren sollten dabei zu keinem Zeitpunkt überschritten werden.

Schon gestern störte ich mich daran, dass sich die Meldungen aus Winnenden nur um der Schnelligkeit Willen sich regelrecht überschlugen – gerade hinsichtlich der Anzahl der Toten. So ist eben das Mediengeschäft, jeder will der erste sein.

Im Rahmen der Geldgier um jeden Preis dürfen Medien aber zu keinem Zeitpunkt in die Geschmacklosigkeit abrutschen, schon gar nicht wenn es um die Gefühle der Betroffenen geht. Das Satiremagazin Titanic ist hinlänglich für ein loses Mundwerk bekannt, nahezu niemand bleibt von den Schmähartikel verschont.

Satire gehört dazu und kann auch durchaus amüsant zu lesen sein. Ein Blutbad wie in Winnenden in eine Satire zu verwandeln ist mehr als nur daneben! Hier hätte ich den Berliner Humorautoren etwas mehr Taktgefühl zugetraut anstatt eine Art Champions-League der Amokläufer zu erstellen und damit auch noch Geld zu verdienen.

Screencopy Titanic

Screencopy Titanic

Angesichts solcher Veröffentlichungen kann ich Roger nur zustimmen und geh mal eine Runde Kotzen!

via Datenwachschutz Blog