Vor knapp drei Jahren hatte ich schon einmal einen Test zu E-Zigaretten geschrieben. Dieser fiel zwar nicht negativ, dennoch aber nicht überzeugend aus was die kleinen Dampfer betrifft. Inzwischen hat sich auf dem Markt der E-Zigaretten sowie auch der zahlreich vorhandenen Liquids einiges getan und ich startete diesen neuen Test. Seinerzeit war ich nur der, der bei Dritten „mal schnell probiert“ hat. Dieser Test läuft unter völlig anderen Bedingungen und ich bin tatsächlich kontinuierlicher Konsument von E-Zigaretten und ich informierte mich ausgiebig vor der Anschaffung sowohl von Hardware (E-Zigarette) als auch der Liquids.

Alle Tests beruhen auf eigenen Erfahrungen und sollen ggf. als kleine Entscheidungshilfe für an E-Zigaretten interessierte dienen. Dieser Test wird sich wegen seiner Gesamtlänge auf mehrere Artikel erstrecken welche nach und nach hier veröffentlicht werden. Alle Artikel sind für eine bessere Übersicht unter dem Schlagwort E-Zigarette gelistet.

Auf alle zu diesem Thema auftauchenden Fragen – soweit mir bekannt – wird im Rahmen der Artikelserie eingegangen werden. Sollten sich noch zusätzliche Fragen ergeben, so können diese in den Kommentaren gestellt werden. Falls erforderlich wird von mir hierzu ein eigenständiger Artikel mit eigenen Erfahrungen verfasst, damit die Gesamtthematik nicht zu sehr zerfleddert wird.

Eine Frage stellen sich alle Umsteiger von Tabakzigaretten auf E-Zigaretten und mit dieser möchte ich in das Thema heute einsteigen.

Welche E-Zigarette soll ich kaufen?

Bei E-Zigaretten ist die Auswahl an Modellen inzwischen so hoch geworden, dass eine Art von Blitzauswahl beim Kauf zwar klappen kann, in vielen Fällen aber höchstwahrscheinlich schief gehen wird. Dies zwar nicht im Hinblick auf die Funktionalität der E-Zigaretten, dafür um so mehr bei den Erwartungen was das Dampfen und dessen Genuss anbelangt. E-Zigarette ist nicht gleich E-Zigarette. Der Preis alleine ist am Ende nicht entscheidend um die eigenen Erwartungen zu befriedigen. Gleiches gilt bei den erhältlichen Liquids in fast unüberschaubarer Vielfalt. Das alles ist zwar keine wirklich neue Erkenntnis, doch daran scheiterte mein ursprünglicher Versuch aus 2012, soviel steht für mich aus heutiger Sicht fest.

e-zigarette

E-Zigarette

Vorne weg möchte ich sagen, dass eine klare Empfehlung für eine E-Zigarette nicht abgegeben werden kann. Die Anzahl der auf dem Markt befindlichen Modelle ist enorm groß, ich will schon fast von einem E-Zigaretten-Dschungel sprechen. Sich darin perfekt zurecht zu finden gelingt wenn dann überhaupt nur eingeschworenen Dampfern mit langjähriger Erfahrung. Ein Neuling verliert hier definitiv den Überblick.

Warum gibt es keine „beste E-Zigarette“?

Im Prinzip tun alle Modelle das gleiche. Sie verdampfen das von uns gewählte Liquid – nicht mehr und nicht weniger. Auch die Handhabung ist bis auf die Unterschiede bei den jeweiligen Modellen weitestgehend gleich. Wann eine E-Zigarette die beste E-Zigarette ist entscheiden wir ganz alleine für uns. Während der eine Verwender Wert auf das Design legt ist dem anderen ein dichter Rauch wichtig. Der eine Anwender legt Wert auf ein dezentes und kleines Gerät, ein anderer bevorzugt wiederum längere Varianten. Und weil diese Merkmale jeder anders bewertet kann nur jeder für sich selbst seinen persönlichen Spitzereiter unter den E-Zigaretten herausfinden.

Ich will es mal mit der PC-Technik vergleichen. Welcher Rechner ist besser um ins Internet zu gehen? Ein Windows-Rechner, ein MAC oder eine Linuxmaschine? Auch diese Frage kann man nicht pauschal beantworten weil man mit allen drei ins Internet gehen kann. Welches System das bevorzugte ist entscheidet auch hierbei jeder selbst. Ein MAC für 3500 Euro tut dabei nichts anderes als eine etwas in die Jahre gekommener Rechner der mit Linux ausgestattet wurde. Sprich, auch der Preis spricht hier nicht von besser oder schlechter. Genau so verhält es sich bei der E-Zigarette. Und deswegen gilt – selbst probieren, selbst entscheiden.

Fazit zum Umstieg auf E-Zigaretten

Man wird bei der Modellauswahl sprichwörtlich ins kalte Wasser geworfen da diese ganz alleine getroffen werden muss. Eine Beratung in einem Fachgeschäft ist zwar möglich und ein Stück weit auch ratsam, weil man sich beim Dampfen auch mit der Technik einer E-Zigarette auseinandersetzen muss. Trotzdem bleibt die letztendliche Entscheidung bei mir selbst hängen.

Einer mir zudem nicht bekannten Person ein Modell zu empfehlen ist doppelt schwierig, da mir dessen Gewohnheiten und Vorlieben im Hinblick auf das Design nicht bekannt sind. Eine aus einer Empfehlung resultierenden Enttäuschung würde den Umstieg erschweren, ggf. sogar „gefährden“.

Eine E-Zigarette ist aufgrund ihrer Konstruktion/Funktion mit dem Thema Technik (Akku, Voltzahl, Wattzahl und Verdampfer) gekoppelt welches man auch ein bisschen verstehen sollte um problemfrei dampfen zu können. Nahezu alle „Pannen“ beruhen gerade in der Anfangsphase der Nutzung auf der eigenen Unkenntnis die Funktion/Handhabung betreffend. E-Zigaretten zu dampfen macht es erforderlich, sich zumindest die Grundkenntnisse zu den Geräten anzueignen. Die Technik ist jedoch keine Hexerei und kann wirklich von jedem erlernt werden.

Zu dampfen hat nichts mit hektischem Zigarettenrauchen zu tun wie Raucher es zwar gewohnt sind, meistens jedoch gar nicht so wahrnehmen. Dampfen kann durchaus – beachtet man einige wenige Punkte – zu einem genussvollen Hobby werden. Doch damit möchte ich mich später noch eingehender beschäftigen.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

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6 Kommentare
  1. Kurbelursel sagte:

    @Alex – das ist aber nicht nett, unsere Dampfgeräte mit einer krebserregenden und nichtraucherschädlichen Tabakzigarette in einen Topf zu werfen. ;-)

    Wer kein Raucher ist, wird sich die Frage gar nicht stellen, obwohl da natürlich Deine Antwort in Ordnung wäre.

    Aber wer Raucher ist und weg möchte von Gestank und Gilb an den Wänden, dem würde ich einem Umstieg auf ein Dampfgerät schon zuraten.

    Wobei ich prima finde, dass der Autor dieses Artikels schon so viel verrät, dass es nicht für alle Raucher „DIE Richtige E-Zigarette“ gibt.

    Antworten
    • Thomas Liedl sagte:

      Willkommen Kurbelursel. Dieser Artikel soll ja niemandem zum Rauchen/Dampfen animieren. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Im Hinblick auf so manche Dinge – in weiteren Artikel werde ich noch näher ins Thema eintauchen – ist der Umstieg in jedem Fall eine „Bereicherung“. Die „richtige E-Zigarette“ kann es nicht geben. Dies zu verschweigen wäre gewissermaßen unfair. Soviel sei auf jeden Fall noch gesagt, eine Tabakzigarette hat mit einer E-Zigarette anwendertechnisch wie auch gesundheitlich soviel zu tun wie ein Trabbi mit einem Porsche.

      Antworten
      • Kurbelursel sagte:

        „Trabbi mit Porsche“ ist auch gut. Wenn ich versuche, diesen Quantensprung zu beschreiben, den ich beim Umstieg erlebt hatte, dann nehme ich immer die Feuerkochstelle vor der Steinzeithöhle im Vergleich zum Elektroherd in der blitzblanken Küche. :-)

        Antworten
    • Alex sagte:

      So schaut’s aus Kurbelursel: Wer kein Raucher ist, wird sich die Frage gar nicht stellen, obwohl da natürlich Deine Antwort in Ordnung wäre.

      Und Thomas, wir kommen schon klar! :)

      Antworten

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