Wird es die Seite Spiegel.de am Montag auch noch geben oder wird sie per einstweiliger Verfügung geschlossen? Müsste sie eigentlich wenn man die Entscheidung des Landgerichtes Lübeck vom 13.11.2008 gegen Wikipedia.de sieht, die Bundestagsabgeordneter der Linken, Lutz Heilmann durchgedrückt hat.   In einem Artikel von Spiegel Online vom 04.12.2005 ist in der Überschrift auch die Rede vom Stasi-Mann in Bezug auf die Biografie Lutz Heilmanns.

Und diese Zugehörigkeit zur Staatssicherheit der DDR ist ja laut Heise auch ein Streitpunkt warum es zur Abschaltung der Webseite gekommen ist. Warum widersprach der Abgeordnete dieser Veröffentlichung im Spiegel nicht bereits vor 3 Jahren, wenn die Behauptungen zur Stasizugehörigkeit nicht stimmten? Dem Spiegel gegenüber äußerte sich Heilmann vor 3 Jahren wie folgt:

Es sei „ein Fehler gewesen“, bei der Kandidatennominierung für die Bundestagswahl im vergangenen Juli seine Parteifreunde „nicht in Kenntnis gesetzt“ zu haben, sagt Heilmann. „Diesen Fehler räume ich ein.“

Was stimmt denn nun? Wie konnte es ein Fehler gewesen sein, Parteifreunde nicht in Kenntnis gesetzt zu haben, wenn es doch gar nicht stimmte? Verstehe ich jetzt nicht wirklich.

Eigentlich traurig, wenn sich Bundestagsabgeordnete nur mit solchen Mitteln zu wehren verstehen.

[update]16.11.2008: Wikidepia ist wieder online, der Inhalt wurde entsprechend „editiert“.