Defibrillator

Mit mehr als 100000 Herztoten jährlich sterben mehr als 12-mal soviel Menschen als im Straßenverkehr. Der plötzliche Herztod kann jeden von uns treffen. Ein Defibrillator – umgangssprachlich auch Laien-Defi (AED) genannt – ist eine Chance zu überleben – wenn ein solcher in der Nähe ist. Wie schnell und unerwartet Herzerkrankungen um sich greifen können hatte ich erst kürzlich aus eigener Erfahrung heraus beleuchtet.

DefibrillatorWährend ein Defibrillator aus dem klinischen Bereich ein kompliziert wirkendes Gerät darstellt ist der sog. Laien-Defi ein völlig einfach zu bedienendes Gerät das es auch dem ungeübten Menschen erlaubt mit wenigen Handgriffen Erste Hilfe zu leisten bzw. damit Leben zu retten. Laien-Defis geben klare Sprachanweisungen sodass wirklich niemand „Angst“ vor der Benutzung haben muss. Eine Fehlbedienung ist ausgeschlossen. „Nichts tun“ oder besser ausgedrückt „nichts tun zu können“ ist in diesem Fall wohl der schlimmste Fehler den man begehen kann.

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Vom Auffinden einer bewusstlosen Person über die Benachrichtigung des Rettungsdienstes und bis zu dessen Eintreffen vergehen bis zu 10 Minuten. 10 Minuten in denen keine lebensrettenden Maßnahmen mit einem Defibrillator durchgeführt werden können. Dies hat zum Resultat, dass die Überlebenschancen rapide sinken wie u.a. dieses Diagramm von defiMED gut verdeutlicht. Soweit muss es erst gar nicht kommen.

In Einkaufszentren, Bahnhöfen und anderen viel frequentierten Plätzen sieht man die Laien-Defis immer wieder vor. Bisher gibt es in Deutschland aber immer noch nicht genügend Defibrillatoren die an öffentlichen Plätzen oder Einrichtungen platziert sind, obwohl es sie bereits seit etwas mehr als 10 Jahren gibt.

Sponsoring statt kaufen

Ein Defibrillator kann schnell mal 1000 Euro und mehr kosten. Diese Anschaffungskosten scheuen offenbar viele Institutionen aus rein wirtschaftlicher Hinsicht. Dabei müssen die kleinen roten Lebensretter gar nicht zwangsläufig käuflich erworben werden. Defibrillatoren von defiMED stehen unter dem Motto Lebensrettung durch Sponsoring und werden ohne eigenen Einsatz finanzieller Mittel vom Fachpersonal des Berliner Unternehmens aufgestellt und auch zukünftig gewartet.

Regionale Sponsoren finden sich bundesweit, einer davon ist bestimmt auch in Deiner Nähe.

Das Einzige was eine Stadt, Gemeinde, Verein oder Institution (das sind die in Frage kommenden Empfänger gesponsorter Defis) tun muss ist eine Anfrage an defiMED zu richten. Alles Weitere wird von dort veranlasst.

Sponsor für einen Defibrillator werden

Meinen Aufruf in Sachen Defibrillator richte ich auch an kleine und große Firmen die sich als Sponsor bei defiMED melden und ihre Hilfsbereitschaft signalisieren können. Auch deren Hilfe wird dringend gebraucht, denn keiner von uns weiß ob er nicht irgendwann einmal in die Situation kommt einen öffentlich zugänglichen Defibrillator zu benötigen. „Zaubern“ kann niemand, doch wenn der aufgestellte Defibrillator auch nur ein Leben retten kann ist dies schon sehr wertvoll.

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Ich halte das Sponsoring für Defibrillatoren für eine sehr vernünftige Sache die Unterstützung verdient hat.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
2 Kommentare
  1. Heinz Dahlhoff sagte:

    Ich kann Ihre geistige Fähigkeit nur nach dem beurteilen, was Sie schreiben, wofür Sie Reklame machen. Wenn Sie die Armseeligkeit nicht hinter den „Sponsoren-Defibrillatoren“ erkennen können, dann sprechen Sie mit mir darüber. Es geht den Firmen mit ihren „kostenlosen“ Defibrillatsoren doch nicht um die Lebensrettung – es geht denen einzig und allein um die eigene Geldvermehrung.
    Ein einziger Defibrillator im Leipziger Staatsbad brachte der Fa.
    Brunner-Mobil z.B. über 42.000 € „Sponsorengelder“ und das Gerät kostet im Einkauf nur knapp 1.500 €.
    Aus mir zahlreich bekannten und dokumentierten Fällen einen akuten Fall. Eine Schule in Weilheim bekam vor 4 Jahren einen Defibrillator. Dieser brachte damals die Einnahmen von 13.480 €.
    Das Geschäft lief über die Fa. defimed, Berlin…. resp. Lieferant des Defis war die Fa. medicassist, Bochum / Dortmund
    Für dieses Geld hätten wir 7 Geräte bekommen können ….für Pflege- u. Altenheime oder für alle Schulen in Wendlingen u. Umgebung.
    Das Schlimme….keiner der 16 Sponsoren ist bereit, nochmals jeweils 850,00 € – bis 970,00 € für weitere 4 Jahre den Defi zu sichern.
    Jetzt bekommt die Schule einen Defi, den diese für immer behalten darf und das für 1.420,00 € –
    Alle diejenigen die sich über die Defibrillatoren-Masche bereichern, so wie Sie, sollen sich in Grund und Boden schämen. Pfui Deibel.

  2. Andreas B. sagte:

    Hallo Herr Liedl,
    gegen lebensrettendes Sponsoring ist an sich nichts einzuwenden. Allerdings sollte man sich die „selbstlosen Helfer“ genauer anschauen, in diesem Falle könnte man doch gewisse Zweifel an der Aktion haben: Ein Defibrillator im Wert von 1.200 €, der über mehrere Jahre hinweg an die 50.000 € Sponsorengeld einbringt – so ganz selbstlos scheint mir die Firma nicht zu sein. Außerdem meinen Mediziner, die Ersthilfe-Ausbildung sei wichtiger als ein Gerät, dass im Notfall niemand richtig bedienen kann. Mehr dazu: https://www.cronenberger-woche.de/nachricht/2012/03/30/defi-sponsoring-richtig-gutes-geschaft-mit-gutem-zweck/ oder https://www.cronenberger-woche.de/nachricht/2012/04/11/defibrillator-im-sportzentrum-muss-abgebaut-werden/ oder https://www.badische-zeitung.de/die-defimed-masche-lukrativ-und-medizinisch-fragwuerdig–63226923.html
    Sorgfältige Recherche ist übrigens nicht aufwändig: Diese Artikel hatte ich innerhalb von 5 Min. gegoogelt.

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