Das hat sich die Bundesumweltministerin Svenja Schulze von der SPD richtig fein ausgedacht. Wenn Industrie und Handel nicht freiwillig mitziehen bei der Vermeidung von Einwegbechern, dann lösen wir das eben mit einem finanziellen Aufschlag. Sprich der „Coffee to go“ wird einfach teurer. Das trifft dann in erster Linie wieder den Verbraucher und nützt der Müllvermeidung, also dem Umweltschutz absolut gar nichts. Oder erzählen wir dann den Schildkröten im Südpazifik, dass ihr Lebensraum nun durch „verteuerte Plastikbecher“ gefährdet wird und nicht mehr durch „billigen Plastikdreck“?

Es tut schon richtig weh wenn man sieht, dass manche Menschen – oder sollte man hier besser gleich vorrangig Politiker schreiben – wirklich glauben, mit Geld könne man alles regeln – sogar den Umweltschutz. In welche Baumschule um hier bei der Natur zu bleiben sind diese Typen Mensch eigentlich gegangen? Ein preislicher Aufschlag nützt doch nur wieder dem Finanzminister, nicht aber in geringster Form der Natur bzw. dem Umweltschutz. Alles andere ist eine Milchmädchenrechnung.

Der Beste Umweltschutz ist nur die Müllvermeidung

Man muss kein Studium absolviert haben. Es braucht ach nicht wirklich eine besondere Facharbeiterausbildung. Um zu begreifen, dass der beste Umweltschutz – hier bezogen auf die Müllberge – in der Vermeidung von Müll besteht. Würden diese unzähligen Becher, um jetzt beim Beispiel von „Coffee to go“ zu bleiben, erst gar nicht produziert würden sie nicht über die Ladentheken verkauft und weggeworfen werden. Ist das denn so schwer in die Köpfe dieser ganzen Fachgremien rein zu bekommen? Anscheinend schon.

Denn bei räumlich begrenzten Fahrverboten in Sachen Dieselfahrzeugen – dessen Sinnhaftigkeit man dahingestellt – ist man ja auch ganz schnell. Warum also nicht der Produktion von Plastikbechern bzw. dem ganzen Plastikverpackungsirrsinn entgegentreten und stoppen? Gleiches gilt generell für alle Verpackungsarten die als wenig umweltveträglich eingestuft werden. Anderes Beispiel, anstelle sich die Frage stellen, warum in Deutschland so viele Getränkedosen verkauft werden einfach mal fragen, warum es so viele Getränkedosen überhaupt gibt! Was es in den Regalen der Supermärkte & Co. nicht gibt kann weder gekauft werden noch belastet es in irgendeiner Form die Natur.

Die Liste an Beispielen ließe sich hier weiter fortsetzen allerdings immer mit dem selben Ziel. Würden seitens der Industrie nicht diese Müllberge hergestellt hätten wir nicht das Problem mit ihrer Entsorgung und dem Umweltschutz wäre damit auch gedient. Erheblich besser jedenfalls als mit Steuern und anderweitigem Abgabenwahnsinn um den immer und immer wieder diskutiert wird. Nur der komplette Lobbyistensumpf – ob nur in Deutschland, der europäischen Union als solches und der ganzen Welt – will der Wirtschaft eben nicht auf die Füße treten. Darin liegt meines Erachtens das eigentliche Problem begraben.

Solange hier kein Umdenken stattfindet wird das ganze Gerede, alle Diskussionen völlig sinnlos verhallen und die Umwelt weiter Schaden nehmen. Ob der Schaden den wir bereits angerichtet haben überhaupt noch gestoppt und „wiedergutgemacht“ werden kann lassen wir dahin gestellt. Denn das Problem „Plastikmüll“ gibt es nicht erst seit ein paar Jahren und seit ewigen Zeiten wird nur darüber philosophiert was man alles machen will. Doch es geschieht einfach nichts und irgendwann ist der Point of no Return einfach erreicht, dessen sollte man sich bewusst sein.