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Android Tablet

Smartphones, Tablets und Android – das sind Wort die nur schwer in unserer Vorstellung voneinander zu trennen sind. Android ist – iPhone & Co. mal außen vor gelassen – ein sehr beliebtes und wie ich meine leicht verständlich aufgebautes Betriebssystem. Die Beliebtheit ist nicht zuletzt auch auf die beachtlich große Anzahl an Apps zurückzuführen die es für den Androidmarkt gibt. Androidgeräte gibt es in jeder Preisklasse bis hoch zu den Topgeräten die es mit dem iPhone locker aufnehmen können.

Das Betriebssystem bringt aber auch bestimmte Nachteile mit sich die man fairerweise nicht unter den Tisch kehren sollte. So ist es nicht selbstverständlich, dass alle auf dem Markt befindlichen Geräte mit den neuesten Updates für Android versorgt werden (können). Ein weiteres Manko ist, dass Android nicht gleich Android ist. Soll bedeuten, das Betriebssystem ist in seiner Haptik nicht einheitlich was es unbedarfteren Anwender etwas schwer machen kann. Die Hardwareausstattung muss relativ hochwertig sein (Prozessor) um speziell Spiele oder Videos auch ohne Aussetzer ausführen kann. Aber jedes Betriebssytem hat eben auch seine Schattenseiten.

Löst Ubuntu Snappy Android ab?

Was Android auf dem Smartphonesektor ist stellt Ubuntu als Betriebssytem im Bereich der Desktop-PCs. Ubuntu ist das führende Programm unter den Linuxdistributionen streng verfolgt von Linux Mint. Den gegenüber Linux Mint nach und nach verlorenen Boden will Canonical nun auf dem Mobilsektor wieder gut machen. Ende des vergangenen Jahres erschien Ubuntu Snappy. Canonical greift mit dieser Neuerscheinung ernsthaft nach Googles Android.

Ubuntu TouchWas eine Art von „Wachablösung“ im Mobilsektor bekräftigt ist das Interesse der Telekom, Amazon und auch Microsoft, die eine Bereitschaft zur Zusammenarbeit bereits vertraglich vereinbart haben. Damit stehen hinter Canonical drei große und bedeutende Kunden für Smartphones und Tablets die es dem altgedienten Android in näherer Zukunft schwerer machen könnten sich zu behaupten.

Smartphones mit Ubuntu Touch als „Motor“ sind bereits auf dem Markt. Das Ubuntu Phone ist ein mit rund 170 Euro Anschaffungskosten sehr günstiges Einsteigermodell der Mittelklasse.

Ob Ubuntu Snappy zum Standard werden wird muss die Zeit zeigen. Das Snappy wird auf jedenfalls bereits als Betriebssystem für Router und Switches eingesetzt. Canonical hat offenbar ganz Großes vor und will mit aller Macht in den Telekommunikationsmarkt vordringen und sich dort dauerhaft etablieren.

Google Android wird sicher nicht komplett verschwinden. Doch die vorpreschende Konkurrenz von Canonical hält die Weiterentwicklung und vor allem die Verbesserung stetig im Gange was viele Anwender und auch ich für sehr begrüßenswert erachte.

Bildquelle: Wikipedia

Auch wenn es immer noch andere Stimmen in der Gesellschaft gibt, Smartphones sind inzwischen aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Die Telefonie spielt im Vergleich zu den angebotenen Massen an Apps meist nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Trotz der Vielseitigkeit von Smartphones ist meines Erachtens der Hauptschwachpunkt nach wie vor die Stromversorgung. Hier hat sich zwar zur Anfangszeit schon etwas getan, eine ausreichende Energieversorgung sieht trotzdem anders aus. Zusätzlich zum ohnehin schon „teuren Smartphone“ noch alternative Stromversorgungen zu kaufen kann nicht im Sinne des Erfinders sein.

Auch als eine Art Kameraersatz werden Smartphones gerne genommen,wenn der eigene Qualitätsanspruch an die Bilder nicht besonders hoch ist. Nicht nur aber sehr oft fällt in diesem Zusammenhang der Blick auf das Display des Smartphones bzw. auf dessen gebotene Auflösung. Die Größe des Displays und die Leistungsfähigkeit in allen Ehren, sie verbergen hinter sich aber ein wahres Energiemonster.

Bequemlichkeit Hauptgrund für Energieverlust

Da die standardmäßig verbauten Akkus, wie eingangs erwähnt, nicht gerade vor Leistungsfähigkeit bzw. Durchhaltevermögen strotzen, ist das hochauflösende Display einer der Mitgründe für ein vorzeitiges Aus.Jedoch nicht nur Displays zwingen den Akku in die Knie.Die Bequemlichkeit der Nutzer spielt ebenso eine wichtige Rolle:

Den Vorteil eines automatisch greifenden WLAN´s wenn die eigenen vier Wände betreten werden weiß auch ich selbst zu schätzen.Die Belastung für den Akku sollte jedoch nicht aus dem Auge verloren gehen.Die permanente Suche nach offenen WLAN´s kostet unnötig Akkureichweite.

Ähnlich verhält es sich bei der permanenten Suche nach einem LTE-Netz, wenn man sich in damit nicht versorgten Regionen aufhält oder auch mit Live-Wallpapers. Die wichtigsten Energiespartipps wurden bei Androitpit zusammengefasst, die sich jeder Nutzer eines Android-Smartphones zumindest einmal ansehen sollte um nicht plötzlich unerreichbar zu sein.

Bei welchem Smartphone hält der Akku länger?

Mein HTC Desire ist inzwischen auch schon etwas in die Jahre gekommen und wird wohl demnächst gegen ein neueres Modell ausgetauscht. Das von mir ins Auge gefasste neue Motorola Moto G mit Android 4.3 Jelly Bean wurde in einem kürzlich durchgeführten Test von Computerbild  in der Rubrik der Dauerläufer genannt, und steht im Vergleich mit den Werten anderer Hersteller relativ gut da,kommt aber ebenfalls nicht über 11-12 Stunden bei einem typischen Nutzungsverhalten hinaus.

smartphonestatus

Flickr, BY -SA © CJ Sorg

Selbst beim vielerorts hochgelobten iPhone 5s ist die Akkulaufzeit mit den angegebenen 10 Stunden nicht berauschend auch wenn dies ein Produktionsfehler sein soll der wiederum eine Rückrufaktion ausgelöst hat.

Warum es den Herstellern nicht gelingt – oder auch gelingen will – für ein vielseitig einsetzbares Telefon auch einen vernünftigen Akku bereitszustellen bleibt mir ein Rätsel. Ebenso verhält es sich mit dem Akkutausch, der bei einigen Geräten erst gar nicht durchführbar ist, ohne dass man einen teuren Service in Anspruch nimmt. Die Nutzung eines Smartphones über mehrere Jahre hinweg ist diesem Industriezweig wohl ein Dorn im Auge, zu dem man allerdings nicht stehen will.

Zusammenfassend gesagt ist es nicht möglich ein explizites Smartphone zu empfehlen welches bei der Akkulaufzeit sehr stark hervorsticht. Die Hersteller tun sich hier gegenseitig nicht weh und bewegen sich auf gleichwertigen Leveln.

Testbericht

Wenn zur Fernsteuerung der Fritzbox kein Desktop-PC zur Verfügung steht bietet die App von MyFritz! die eigentlich perfekte Alternative für Smartphone und Tablet weil der Zugriff speziell vom Smartphone über den Browser wegen der begrenzten Displaygröße eher als unkomfortabel zu bezeichnen ist.

Die Einrichtung der App ist selbsterklärend und setzt die im vorangegangenen Praxistest zu MyFritz! angesprochenen Anmeldeprozeduren voraus. Genutzt werden kann die App für die Fritzboxmodelle 7390, 7360, 7330, 7312, 7270 und 7240. Getestet habe ich die App mit einem Samsung Galaxy Note 10.1.

Der Weg zur „heimischen Fritzbox“ ist der gleiche, die MyFritz! App nimmt den Kontakt über das Portal myfritz.net auf und man landet nach dem Login anstelle dem Backend der Fritzbox auf dieser Übersichtsseite.

myfritz app

Startseite der MyFritz! App

Die myFritz! App liefert zwar viele Informationen rund um den Nutzungsustand der Anlage, doch die jeweiligen Positionen editieren ist leider nicht möglich.

myfritz komfortfunktionen

Nur Informationen – keine Editierung möglich

Gerade hinsichtlich der ggf. häufiger verwendeten Einstellungen zum WLAN (Sicherheitscode), Kindersicherung (Nutzungszeiten verändern) und Anrufbeantworter beurteile ich die App hier eher einen Flopp anstatt eines nützlichen Tools. Auch wenn die App aus dem Google Playstore kostenlos zum Download angeboten wird hatte ich hier etwas mehr an Leistung erwartet. Eine kostenpflichte Version gibt es bislang nicht.

myfritz funktionen

Wer oben genannte Einstellungen editieren möchte muss zur klassischen Version wechseln. Generell ist das kein Problem, doch bei der bereits angesprochenen relativ kleinen Displaygröße eines Smartphones geht hier der Nutzen der App komplett verloren. Die Darstellung der klassischen Version läuft wieder über den Browser und der ganze Vorgang endet in einer einzigen „Hin-und-Her-Wischerei“ auf dem Display. Auf einem Tabletdisplay ist es zwar ungleich besser, doch auch hier muss immer wieder gezoomt werden um die engen Zeilen des Backends bearbeiten zu können.

So betrachtet ist die Installation der myFritz! App unnötiger Balast fürs Smartphone. Komfort ist etwas völlig anderes.

Fazit

In der derzeitigen Version (1.01) ist die App ein klarer Flopp den ich so aus dem Hause AVM nicht erwartet hätte. Wenn hier noch Nachbesserungen getroffen werden und die Nutzung der klassischen Ansicht nicht mehr zwingend erforderlich wird ist die App ein wertvolles Werkzeug… aber eben erst dann.

CyanogenMod7 habe ich nun schon einige Wochen auf dem Desire HD installiert, wird Zeit mal die Erfahrungen aufzuschreiben.

Im Vergleich zur vorherigen Software – Android 2.2.1 – die standardmäßig auf dem Desire HD installiert war gibt es doch einige Unterschiede was das Verhalten bzw. die Funktionalität des Smartphones betrifft. Was zunächst als vermeintliche Schwachstelle ausgemacht wurde und mit dem man sich eben abgefunden hatte ergibt sich seit dem ROM-Wechsel bei vier bisher „schlechteren“ Funktionen ein ganz anderes Bild für mich.

Qualität GPS Empfang

Die Hardware ist die selbe, die Leistung eine deutlich andere. Während es mit der Originalsoftware des HTCs immer wieder kurze Aussetzer beim Empfang der Satelliten gegeben hatte sind diese definitiv nicht mehr vorhanden. Das Signal liegt gleichbleibend gut an und verschwindet auch dann nicht, wenn mal für eine kurze Strecke Bäume „dazwischen“ sind. Gerade bei der Navigation, aber auch andere Apps die vom GPS-Signal abhängig sind profitieren davon. Außerdem werden die Satelliten vom DHD beim Aktivieren entsprechender Apps spürbar schneller gefunden.

Automatischer Wechsel von WLAN zu HSDPA

Es lag vermutlich nicht nur am bisherigen Mobilfunkprovider, dass es mit der Aktualisierung von diversen Apps nicht so ganz das gelbe vom Ei gewesen ist. Der Wechsel von einer WLAN-Verbindung hin zum mobilen Internet klappt reibungslos und ohne „manuelle Nachhilfe“. Erkennt das DHD wieder ein offenes WLAN schaltet HSDPA übergangslos ab. Und hierfür braucht es nicht mal eine App.

Kamera- und Videofunktion

Die verbaute 8MP-Kamera hatte mich bis zum Systemwechsel nicht völlig überzeugt. Der Autofocus relativ lahm und die Bildschärfe lies doch noch zu wünschen übrig. Das DHD wird nie eine Kamera ersetzen können, muss es ja auch nicht. Mit  CyanogenMod7 sieht das aber schon viel besser aus. Auch bei sehr schlecht beleuchteten Räumen entstehen immer noch brauchbare Fotos und der Autofocus arbeitet auch exakter als ich das bislang kannte.

Akku / Stromverbrauch

Vor dem Wechsel hatte mein Akku zwischen 14 und 16 Stunden durchgehalten. In Ausnahmefällen bei weniger Nutzung auch mal einen ganzen Tag. Jetzt komme ich mit einer Ladung standardmäßig mindestens 48 Stunden weit – bei permanent eingeschaltetem WLAN bzw. HSDPA. Von allen genannten Punkten ist mir das der wichtigste. Nichts ist schlimmer als ständig nach einer „Tankstelle“ Ausschau halten zu müssen.

Nach weiteren, herausstechenden Vorteilen bin ich noch auf der Suche. Ganz bestimmt gibt es noch andere Custom ROMs, die wieder an anderen Stellen entsprechende Vorteile herauskitzeln. Bei der Vielzahl ist es eben irgendwo schwierig „alles“ zu haben. Ich bin gespannt wann es ein Update geben wird und was damit verbunden ist.

Natürlich hätte ich das Desire HD auch so belassen können wie es geliefert wurde, mit Standardsoftware und den damit verbundenen Einschränkungen. Doch das wollte ich beim Smartphone genauso wenig wie bei meinem Desktop-PC. Mit anderen Custom ROMs bei Android ist es ähnlich wie bei Betriebssystemen in Linux selbst, es gibt zahlreiche Varianten die einem Neuling zunächst gar nichts sagen. Foren zur Thematik gibt es jede Menge, bei denen sich Anfänger allerdings auch erst mal durchbeißen müssen um verstehen zu können um was es genau geht.

Um von der Standardsoftware weg zu kommen und mehr Bewegungsfreiheit zu schaffen muss das Desire HD (DHD) erst einmal „manipuliert“ werden. Was ich hier als Manipulation bezeichne hört sich vom Begriff her schlimmer an als es in Wirklichkeit ist. Im Auslieferzustand ist das DHD für Installationen dieser Art gesperrt (S-ON / S-OFF). Wie man das DHD einen Rootzugriff beschafft und für die Installation eines anderern Betriebssystems vorbereitet wird an zwei Stellen beschrieben. Zum einen bei der Brutzelstube (auf deutsch), zum anderen und speziell für das Downgrade der Softwareversion bei den XDADevelopers. Die Anleitung zum Downgrade von der Brutzelstube brachte mich persönlich nicht wirklich weiter.

Das größte Chaos fand bei mir mit dem Rootzugriff statt. Ich finde es schade, dass es keine Software für Linux gibt, die zum S-OFF genutzt werden kann. Das notwendige Tool EasyS-OFF gibt es offenbar nur für Windowsmaschinen, was es nicht zwangsläufig einfacher macht. Nach langer Recherche fand ich bei Dominik einen Weg der nach zahlreichen Fehlversuchen letztlich zum Erfolg geführt hat. 2 Windowsmaschinen stehen hier noch in den Kinderzimmern herum, in diesem Fall zum Glück.

Zunächst installierte ich mir das ROM CyanogenMod7. Von der Optik her etwas völlig anderes als das bisher gewohnte HTC-Style. Ein Manko habe ich dann nach kurzer Zeit doch gefunden. Das Einbinden des Google-Kalenders klappt mit dem CyanogenMod7 nicht. Dies lag, so wie ich in verschiedenen Foren las daran, dass die HTC Software nicht mit installiert wird. Mit der Nachinstallation von gapps-gb lies sich dies jedoch schnell beheben.

Dank des vor dem „Umbau“ gefahrenen Updates aller wichtiger Daten (Titanium Backup Root)musste ich nicht wieder alles neu eintragen – klappte auf Anhieb mit der Wiederherstellung.  CyanogenMod7 läuft sehr stabil! Ob ich bei diesem Custom ROM bleiben werde wird sich zeigen. Hat man erst mal heraus wie das mit dem Flash geht, ist man auf den Geschmack gekommen Neues auszutesten.

Die Veränderung des DHD muss jeder für sich selbst entscheiden, schließlich kann dabei auch einiges schief gehen und es läuft gar nichts mehr. Diese Situation hatte ich auch zweimal. Mit Akku raus/rein konnte ich das schlimmste wieder rückgängig machen. Ein paar Mal dachte ich schon… was hab ich nur getan :cool: .

Eines funktioniert derzeit noch nicht, deswegen hat dieser Beitrag auch keinen Screenshot. Unter Linux gelingt es derzeit nicht vom PC aus einen Screenshot zu machen. Android SDK hatte mit dem bisherigen ROM noch geklappt, derzeit kann ich es nicht dazu bewegen – wird schon noch.

Unter dem Strich jedoch bereue ich den Systemwechsel nicht. Jetzt muss ich mich nur noch einarbeiten, denn so wirklich ein umfangreiches Handbuch gibt es für die ganzen Custom ROMs natürlich nicht.

Praxistest

Das HTC Desire HD (DHD) – ein Smartphone über das so unterschiedlich berichtet wird, wie ich es noch nie bei einem anderen Gerät dieser Klasse vorgefunden habe. Bewertungssysteme für das  DHD gibt es viele, doch überall stieß ich auf dieses Szenario – himmelhochjauchzend die einen und zu tiefst enttäuscht die anderen. Die Zahl der mittelmäßigen Beurteilungen hält sich wirklich in Grenzen.

Dabei hatte ich des öfteren den Eindruck, dass auf einen „guten Testbericht“ gleich zwei Negativberichte folgten um die zahlreichen Pluspunkte möglichst klein zu halten.  Sicherlich spielt es eine Rolle auf welche Marke der Käufer eingeschworen ist. Diese wird dann natürlich über den Schellkönig gelobt. Bleibt nur die Frage, warum kaufe ich mir dann bewusst eine andere Marke?

Doch nun zu meinem persönlichen Praxistest. Nach knapp einem Monat mit dem DHD, übrigens ohne ein Providerbranding, habe ich folgende Erfahrungen gemacht.

Die Verarbeitung und Erscheinungsbild des Smartphones

Maduro Brown nennt sich die Farbe und hinterlässt im Vorfeld zum Kauf den Eindruck, dass das Handy „unmöglich“ aussehen mag. Braun ist ja nicht zwangsläufig die gängigste Farbe für Mobiltelefone. Ich hatte zugegeben auch meine Bedenken gehabt.

Allerdings dieses Braun ist sehr kräftig und fällt somit nicht wirklich negativ ins Gewicht. Das Aluminiumgehäuse wiegt zwar mehr als manch anderes mobiles „Plastikteil“, verleiht dem Gerät aber zum einen Wertigkeit und zum anderen Stabilität.

Optisch störende Spalten an Akku- bzw. SIM-Kartenfach gibt es keine. Bei zeitlich früher gefertigten Modellen mag das vielleicht anders gewesen sein. Das es beim DHD zwei Schubfächer gibt sehe ich nicht als Problem an. Wer öffnet schon permanent das Akku- oder SIM-Fach?

Die seitlichen Funktionstasten für Ein-/Aus bzw. die Lautstärke sind sehr flach angeordnet, versehentliches Betätigen ausgeschlossen. Lediglich beim Befestigen in der einen oder anderen Kfz-Halterung könnte hier eine „Fehlbedienung“ passieren.

Das Display

htc desireDas Display  verfügt über eine „echte“ Glasscheibe. Die steigert zwar wie das Alugehäuse das Gesamtgewicht, trägt jedoch ebenso zu einem hochwertigen Erscheinungsbild bei.  Touchscreens sind gegen Fingerabdrücke natürlich empfindlich. Allerdings konnte ich im Vergleich zu meinem Vorgängermodell (Samsung) feststellen, das Glasdisplay lässt sich definitiv leichter als ein Kunststoffdisplay reinigen.

Mit einem Microfasertuch und ohne jegliche Reinigungsmittel sind Fingerspuren ruck-zuck entfernt. Der Touchscreen selbst reagiert schnell, zielsicher und ohne notwendige Mehrfachberührungen. Eine Gewöhnungsphase beim Umstieg von einer mechanischen Tastatur darf man dem DHD nicht als Problem zuordnen. Änfänglich kleinere Tippfehler haben sich inzwischen gelegt.

Die Farben des Displays und die Schärfe sind gigantisch. So gestochen scharf kannte ich die Darstellung von meinem Samsung GT-S 5230 nicht. Die Helligkeit ist regelbar, sodass man auch bei Sonnenschein und spitzem Winkel immer noch gut ablesen kann. Gerade in Auto ist dies von großem Vorteil.

Der Lautsprecher

Vorneweg genommen, die Lautsprecher sind nicht mit einem HiFi-Gerät zu vergleichen. Dies erwarten jedoch manche Kaufinteressierte anscheinend. Anders kann ich mir die teils höchst negativ geschriebenen Bewertungen hierzu nicht erklären. Zum Musik- oder Radiohören gibt es ganz bestimmt bessere „Boxen“. Es ist eben eine Frage der geplanten Nutzung des Desire HD. Zum Ersatz für einen Ghettoblaster und dessen Klangerlebnis ist das DHD nicht geeignet. Sollte es dies denn? Ich meine nein. Das soll jetzt allerdings keineswegs bedeuten, dass HTC hier nicht einen qualitativ besseren Lautsprecher verbauen hätte müssen!

Wer die Freisprecheinrichtung nutzt muss seine Lauscher weit aufsperren, insbesondere dann wenn die Umgebung nicht besonders ruhig ist. Auch mit bis zum Anschlag aufgedrehter Lautstärke kommt hier weniger raus als man das von anderen Mobiltelefonen gewohnt ist. Im Sommer mit laufendem Gebläse oder auf der Autobahn sicherlich ein gewisses Problem. Da ich hier eine entsprechende Freisprecheinrichtung benutze stört mich das allerdings weniger.

Die Lautstärke der Klingeltöne etc. ist gut. Es ist natürlich stark abhängig vom gewählten Ton. Klar, dass ich auf einer viel befahrenden Hauptstraße und einem gewählten kurzen „Piep“ 8 von 10 SMS versäumen werde. Mit dem richtigen Signalton ist das absolut kein Problem. Die systemvorgegebenen Töne sind bei allen mir bekannten Mobiltelefonen weder besonders schön noch extrem laut. Hier muss man einfach seine Phantasie etwas spielen lassen und selbst etwas basteln und anpassen.

Mit den im Lieferumfang enthaltenen Ohrstöpsel zeigt das DHD, dass es durchaus fähig ist tollen Klang hervor zu bringen. Klare Höhen und satte Bässe sind absolut kein Problem.  Eine kleine Steigerung und somit Besserung der Klangqualität erreicht man mit der Option  Dolby Mobile. Die Option aktiviert man wie folgt:

Starten der App „Musik“, dann „Menu“ und „Klangverbesserung“. Hier die Auswahlmöglichkeit auf „Dolby Mobile“ umstellen.

Ich habe das Gefühl, dass es im Vergleich zur vorherigen Einstellung etwas bewirkt hat.  Abstriche zwischen Mobiltelefon und einem 7.1-Soundsystem  sollte muss man immer machen.

Der Akku ist die größte Schwachstelle

Ein Smartphone dient ja nicht als „Schmuckstück“, das ich im ausgeschalteten Zustand mit mir herum trage. Doch das wäre zwingend notwendig, will ich mein DHD über 24 Stunden hinweg empfangsbereit halten. Das Akku-Problem ist allerdings nicht nur dem DHD gegeben. Smartphones sind nun mal schwer mit herkömmlichen Mobiltelefonen zu vergleichen die neben telefonieren und „simsen“ nichts anders zu tun hatten.

HTC wäre hier in jedem Fall gut beraten gewesen hier einen etwas leistungsfähigeren Akku einzusetzen. Einen „Ferrari“ mit einem 20-Liter Tank auszustatten würde schließlich auch niemandem in den Sinn kommen.  In wie weit die Pflegehinweise für Smartphone-Akkus zum Erfolg führen werden kann ich nicht beurteilen.

Die Kamera

Die Foto- und Videofunktion kann und soll kein Ersatz für digitale Fotoapparate sein. Dies war mir vor dem Kauf klar und damit kann ich gut leben. Die Ergebnisse der 8 Megapixel-Kamera können sich, eine ruhige Hand vorausgesetzt dennoch sehen lassen. Für den Schnappschuss unterwegs ist das DHD mehr als nur ausreichend. Der Auslöser ist etwas gewöhnungsbedürftig weil er nur als Touchfeld existiert.

Eine „echte Taste“ würde sich auch im Dunkeln ertasten lassen, nur ein Touchfeld kann hier ein gewisses Handycap darstellen. Zum wirklichen Problem wird dies bei mir bestimmt nicht werden.

Mein Gesamtfazit nach den Erfahrungen mit dem Desire HD

Das DHD ist nicht billig, stattliche 450 Euro ziehen folgerichtig und automatisch das Register „hohe Erwartungen an das Gerät“. In erster Linie fällte ich meine Entscheidung zugunsten des Desire HD deswegen, weil es ein offenes Betriebssystem (Android) bietet. Des weiteren entschied ich mich dafür, weil das DHD ein herrlich großes Display bietet und dies gerade – aber nicht nur – für den Gebrauch des Browsers bedeutende Vorteile bringt.

Musik ist für mich nicht von so großer Bedeutung, dass die definitiv vorhandenen Soundeinbußen eine besondere Rolle spielen würden. Die von mir bevorzugten und selbst angefertigten Benachrichtigungstöne sind klar und deutlich hörbar.

Schade ist die Tatsache, dass ein eventuelles flashen (aufbohren)des DHD einen Garantieverlust bedeuten würde. Für den Fall der Fälle wäre dies ein Spiel mit dem Feuer das ich nicht wagen möchte. Vorinstallierte und nicht entfernbare Apps kann ich „schweigend“ stellen, sodass hier kein unnötiger Datenverkehr zustande kommt.  Aber auch ohne flashen bietet das DHD tolle Möglichkeiten und Funktionen – man kann und muss nicht immer alles haben!

Für das Desire HD gebe ich eine klare Kaufempfehlung, weil sich dieses Smartphone im Vergleich zum iPhone perfekt auf die persönlichen Bedürfnisse anpassen lässt. Android 2.2 hat mich bisher wirklich überzeugt, auch wenn die eine oder andere Einstellung vielleicht minimal umständlicher geht als das bei anderen Betriebsystemen der Fall sein soll. Die Möglichkeit der freien Konfiguration war neben dem niedrigeren Preis ein weiterer entscheidender Punkt für meine Entscheidung zum DHD bei der mir auch ein Stück weit die Kommentare in einem früheren Beitrag geholfen haben.

Wichtig ist nur, dass man bei der Wahl des Providers aufpasst. Nicht jeder Anbieter ermöglicht die vollständige Nutzung des Desire HD auch wenn dies u.U. auf der entsprechenden Webseite anders dargestellt wird.

Praxistest

Der Wechsel im Bereich Mobilfunk von Alice zu Bildmobil  liegt nun schon einige Wochen zurück – Zeit für einen Erfahrungsbericht zum neuen Provider.  Das hatte ich mir doch etwas anders vorgestellt, der Wechsel zu einem Anbieter mit kastrierten Internetzugang, der die Nutzung eines Smartphones nahezu aufhebt war so nicht gewollt.

BILDMobil bot mir einen günstigen Tarif an – 9 Cent/Minute in alle Netze. Für die Nutzung des Internets auf dem Smartphone gibt es bei BILDmobil die Handy-Surf-Flatrate als Option zum Preis von 9,99 Euro/Monat. Dafür erhält man ein Datenpaket mit 500 MB und einer Verbindungsgeschwindigkeit von 7,2 M/Bit (sofern am Standort angeboten). Berechnet wird hier der ein- und ausgehende Datenverkehr, so stehts im Kleingedruckten. Neukunden erhalten im ersten Monat die Handy-Surf-Flatrate kostenfrei. Bis hierhin gibt es eigentlich nichts zu meckern.

BILDmobil im täglichen Gebrauch

Der Onlinekonfigurator von BM für Handys bietet die Möglichkeit sich die diversen Einstellungen für Internet, MMS & Co. als SMS aufs Handy schicken zu lassen – sofern das Handy der gelistet ist. Hier war ich erstmals überrascht, den vom Hersteller HTC gibt es kein Desire oder Desire HD. Eigentlich schon verwunderlich, beide Modelle sind weder als brandneu noch als ein Nischenprodukt zu sehen. Eine Konfiguration des Desire (HD) kann bei BM bislang nur manuell vorgenommen werden. Die Angaben für den APN seitens BILDmobil hierzu sind:

  • Name: BILDmobil
  • APN:  access.vodafone.de
  • alle anderen Felder bleiben leer

Als Neuling in Sachen Smartphone und Android gibt es zwangsläufig Anlaufschwierigkeiten, Schwierigkeiten hinter denen man nicht gleich ernsthafte Probleme vermutet. Als sehr hartnäckig zeigte sich das Verbindungsproblem zum mobilen Internet. Trotz zig-fachen Überprüfens der o.g. Einstellungen, kompletten Löschens und Neueingaben derselben gibt es immer wieder ein Phänomen. Die Verbindung ins Internet baut auf… besteht solange Datenverkehr herrscht… wird wieder beendet und das war es dann. Jede App die nun versucht eine Aktualisierung durchzuführen scheitert an der fehlenden Verbindung ins Internet.

Einwandfrei arbeitet das Desire HD über das heimische WLAN, alle Apps aktualisieren wie eingestellt und Webseiten sind problemlos abrufbar. Wird WLAN beendet sollte eigentlich UMTS anspringen….. tut es allerdings nicht.

Meine Recherche im Netz führte mich in unterschiedliche Foren in denen dieses Problem behandelt wurde. Einhellige Meinung dort, BILDmobil bietet kastriertes Internet an. Durch Sperrung von Ports etc. wird genau dieses Verhalten provoziert. Eine schriftliche Nachfrage bei BM, ob es gesperrt Ports etc. gibt die eine freie Nutzung des Internets einschränken bzw. dass das Fehlen dieser Hinweise auf der Webseite von BM „nicht fair“ ist erhielt ich folgende Antwort in der zugegeben wurde, dass der APN von BILDmobil anders konfiguriert ist:

Diese Konfiguration blockiert derzeit bedauerlicherweise einige Ports,  die für die fehlerfreie Nutzung von Smartphones wie z.B. iPhone oder  Android-Phones notwendig sind d. h. Internetzugriff über einen Browser  ist kein Problem, dagegen ist die Nutzung von Apps oder anderen Tools  nur eingeschränkt möglich.  Wir bedauern, dass Sie deshalb nicht störungsfrei im Internet surfen  können.

„Wir bedauern, dass Sie deshalb nicht störungsfrei surfen können“….. dieser Satz ist genau genommen eine Frechheit Kunden gegenüber. Ich kam mir ein wenig vor als hätte man mir bewusst ein Auto verkauft, bei dem die Lenkung permanent auf geradeaus „versteift“ wurde und man sich deswegen nun entschuldigt. BILDmobil kommt als Provider unter diesen Umständen nicht in Frage, ein weiterer Wechsel lässt sich also nicht vermeiden.

Ich sah BILDmobil als günstigen Provider für Mobiltelefone an, nicht als die an den Namen geknüpfte Boulevardzeitung, deren Freund ich nun nicht bin. Leider bin ich einem Irrtum aufgesessen, einem Irrtum der auf verschwiegenen Tatsachen beruhte. Denn die Webseite des Anbieters gibt über diese „Kastrierung“ nichts preis, was den Flatrate-Tarif für mich als Mogelpackung erscheinen lässt.

BILD Dir Deine Meinung. Danke, die habe ich nun. Die beste ist es definitiv nicht!