Enfold Theme WordPress

Als jahrelanger Blogbetreiber hatte ich bereits einige WordPress-Themes in Verwendung, kostenlose und auch einige mit Lizenzgebühr. Mit den meisten war ich recht zufrieden, konnte man sie letztendlich mit Plugins und/oder diversen Extra-Codezeilen „aufbohren“ wie man es eben gebraucht hat. Darunter waren Themes von deutschen wie auch ausländischen Autoren, ganz individuell. Was gefiel nahm man eben mit.

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Das war jedoch alles in Zeiten in denen niemand nach Coockies oder anderweitigen Serververbindungen (z.B. Schriften & Co.) gefragt hatte, den Datenschutz gab es zwar, jedoch nicht in so einer besonders aufgeblähten Variante wie das nun mit der DSGVO der Fall ist.

Free-Theme oder lizenziertes Theme – die „Schmiede“ ist entscheidend

Kostenlose Themes sind keinesfalls als schlecht zu betrachten, es gibt einige sehr funktionale und schöne Themes für WordPress keine Frage. Nur bei der Option „kostenlos“ darf man nie vergessen, es gibt keinerlei Anrecht auf irgendwas. Sei es Support oder auch ein „sauberer Code“ der im Hintergrund läuft. Letzteres ist keine Selbstverständlichkeit wie ich schon öfter sehen konnte. Immer frei nach dem Motto „einem geschenkten Gaul…..“. Kauf-Themes sind schon eine Stufe höher anzusiedeln. Allerdings gibt es hier auch eher fragwürdige Produkte die ihr Geld nicht unbedingt wert sind.

Wie dem auch sei. Aus heutiger Sicht ist viel mehr von Wichtigkeit wo der Autor seinen Sitz hat. Mal angenommen ein kanadischer Theme-Autor, den interessiert die deutsche Rechtslage genauso wenig wie die europäische. Mit anderen Worten, im nicht europäischen Raum stößt sich niemand ob Google-Fonts eingebunden werden die dann wiederum die IP-Adresse des Nutzers übertragen oder auch ein Statistiktool ist dort weniger relevant für eine rechtliche Diskussion.

Europäischer Theme-Autor von Vorteil

Kommt ein Autor aus dem europäischen, vorzugsweise vielleicht auch noch deutschsprachigen Raum bringt das schon einige Vorteile mit sich. Vom ggf. gebotenen deutschsprachigen Support spreche ich jetzt nicht mal. Vielmehr sind es die Anforderungen rechtlicherseits an ein Theme wie eben die DSGVO. Ein erfolgreicher Autor ob von freien Themes oder zum Kauf dargebotenen wird stets bemüht sein am oberen Level der Anforderungen zu schwimmen um keine Kunden zu verlieren bzw. auch neue hinzuzugewinnen. Das wiederum kommt dem Nutzer dieser Themes sehr entgegen weil ohne größere „Schraubereien“ ein stabiles Gerüst angeboten wird das durchaus auch einer rechtlichen Durchleuchtung standhalten kann. Was man selbst daraus macht steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.

Das Enfold Theme für WordPress

Mit seinen 59 Dollar ist das Enfold Theme jetzt sicher kein Produkt zum Schleuderpreis, dennoch aber im sehr überschaubaren Rahmen wie ich finde. Dafür bekommt man ein responsives Theme geliefert mit dem man vom simplen Blog bis hin zur recht komplexen Webseite so ziemlich alles machen kann was ich mir jetzt vorstellen kann. Die Möglichkeiten sind fast unerschöpflich. Der Autor Kriesi Media sitzt in Österreich und bietet ein umfangreiches Support-Forum mit an. Die Vorteile von europäischen/deutschsprachigen Autoren hatte ich bereits angesprochen.

Was man mit dem Enfold Theme alles verwirklichen kann und wie welche Einstellungen vorzunehmen sind zeigt ein Video von Ferdy Korpershoek. Das Video dauert zwar satte 4 Stunden, ist jedoch dank zahlreicher Zeitsprungmarken ganz gezielt zu den entsprechenden Kategorien, Tipps und Tricks anzusehen. Das Video ist in englischer Sprache, doch auch das Zusehen kann schon sehr viel helfen sich in Enfold zurechtzufinden.

Google Fonts auf eigenem Webspace – mit Enfold ohne Plugin

Google Fonts sind weit verbreitet und gehören schon zum „guten Ton“ beim Webdesign. Jetzt mit der DSGVO ist das wieder so eine Sache….! Es gibt gute Anleitungen um Google Fonts auf dem eigenen Webspace zu hinterlegen. Es gibt Varianten mit Plugin und ohne, beide sind mehr oder weniger aufwendig. Beim Enfold Theme wurde mit dem letzten Update eine Funktion im Backend integriert die Google Fonts so „locker & easy“ wie Bilder in WordPress importieren kann. Und es funktioniert perfekt.

Enfold Theme Google Fonts

Enfold Theme – Import/Export Funktion

Einfach die zip-Datei bei Google-Fonts runterladen, anschließend in Enfold importieren und bei der Schriftauswahl dann entsprechend einstellen. Dort taucht die Schrift unter Custom Uploaded Fonts auf. Alles in allem weniger als 2 Minuten Aufwand und schon ist wieder ein Stück mehr Datenschutzkonformität im Blog eingezogen. Und ein bisschen schneller laden ist auch noch drin weil nicht mehr auf den Google-Server gewartet werden muss. Eine Klappe, zwei Fliegen oder wie sagt man so schön.

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Dieses letzte Update des Enfold Themes mit der Importfunktion für die Google Fonts ist der Tatsache zu verdanken, dass der Autor in Österreich sitzt und nicht in den USA, Russland oder sonst irgendwo im außereuropäischen Raum. Ich kann dieses WordPress-Theme jedem guten Gewissens empfehlen. Es ist eine kleine Investition, aber in eine gute Sache wie ich meine! Die Vielfalt von Enfold ist so groß, da braucht es auf absehbare Zeit kein anderes Theme mehr – Tapetenwechsel ade.

Über Thomas Liedl
Ich beschäftigte mich mit gemischten Themen aus Gesellschaft, Politik, Technik und Sport. In meinen Praxistests schreibe ich über eigene Erfahrungen mit Produkten bzw. Dienstleistungen im und außerhalb des Internets. | Facebook | Twitter | LinkedIn

*** Bildquelle: Wenn nicht anders angegeben, eigene Aufnahmen oder Bilder von Pixabay bzw. Pexels. ***
2 Kommentare
  1. Marcus sagte:

    Du vergisst bei dem

    …im nicht europäischen Raum stößt sich niemand ob Google-Fonts eingebunden werden die dann wiederum die IP-Adresse des Nutzers übertragen oder auch ein Statistiktool ist dort weniger relevant für eine rechtliche Diskussion…

    ein ganz gewichtiges Detail:

    In der EU leben eine halbe Mrd. Menschen. Das sind – wenn man mal das Verhältnis in Deutschland heranzieht, wo dreiviertel der Einwohner über 18 Jahre sind – 380 Mio. potenzielle Kunden.

    Hier davon zu sprechen, das es die Autoren nicht interessiert, ob hier ein schärferer Datenschutz gilt oder nicht, halte ich für sehr verwegen ;)

    Jeder vernünftige Theme- oder natürlich auch Plugin-Autor (denn für die gilt ja das gleiche) wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn er sagt, scheiß was auf die europäischen Kunden. Es sei denn, er will keinen Umsatz machen. Dann wäre es natürlich egal

    Nichts desto trotz gelten Krisis Themes als sehr gut.

    Antworten
  2. Thomas Liedl sagte:

    Na dann schau Dir mal an was alles so an Themes herum schwirrt und alles andere als konform eingestuft werden kann. Ein Stück weit pflichte ich Dir vielleicht noch bei, trotzdem hat ein Theme-Autor „aus hiesigen Landen“ ein größeres Interesse – auch Kleinigkeiten – entsprechend anzupassen als einer aus Kanada, USA oder sonst wo her. Eben weil dort ein wesentlich lockereres Verhältnis zum Datenschutz besteht als in der EU.

    Antworten

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